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Versicherung AG Österreich
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Pflegebedürftige Personen erhalten auf Antrag staatliches Pflegegeld nach entsprechender Beurteilung durch ärztliche Sachverständige / diplomierte Pflegekräfte. Je nach Pflegeausmaß wird in sieben Pflegestufen unterteilt, wobei das Pflegegeld von der Stufe abhängt und monatlich bis zu € 1.688,90 (Pflegestufe 7)* betragen kann. Im Falle einer 24-Stunden-Betreuung kann zusätzlich zum Pflegegeld eine Förderung in Höhe von monatlich € 550,- *(für 2 selbstständige Betreuungskräfte) bzw. € 1.100,- *(für 2 unselbstständig beschäftigte Betreuungskräfte) beantragt werden. Ob eine solche gewährt wird, hängt u. a. von Pflegestufe/Pflegegeldbezug, dem Betreuungsaufwand und dem monatlichen Nettoeinkommen des Pflegebedürftigen ab.
Wann erhalte ich ein staatliches Pflegegeld?

Staatliches Pflegegeld erhalten Sie nur, wenn Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Bei diesen Auszahlungen handelt es sich um eine monatliche zweckgebundene Leistung, die zur (teilweisen) Abdeckung der bei pflegebedürftigen Personen aufkommenden Pflegekosten dient, um diesen einen gewissen Grad an Unabhängigkeit zu ermöglichen. Um staatliches Pflegegeld zu erhalten, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, die von ärztlichen Sachverständigen bzw. diplomierten Pflegekräften festzustellen sind.

Pflegestufen, Pflegevoraussetzungen und Pflegegeld

Generell gebührt Pflegegeld, wenn

• stete Betreuung und Hilfe aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung bzw. Sinnesbehinderung von mindestens sechsmonatiger Dauer benötigt werden;

• ständiger Pflegebedarf von monatlich mindestens 65 Stunden besteht;

• der gewöhnliche Aufenthalt des Anspruchswerbers in Österreich liegt (EWR-Raum und Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen möglich).

Die Dimensionen des Pflegegelds gemäß Bundespflegegeldgesetz richten sich nach dem Pflegebedarf und werden ab einem Pflegeausmaß von mindestens 65 Stunden im Monat in sieben Pflegestufen unterteilt, die sich wie folgt gestalten:

pflegegeldstufen-oesterreich

Ab Stufe 5 gelten folgende Zusatzvoraussetzungen:

• Stufe 5: außergewöhnlicher Pflegeaufwand in Form von steter Bereitschaft

• Stufe 6: zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen, die regelmäßig bei Tag und Nacht zu erbringen sind; oder dauerhafte Anwesenheit einer Pflegekraft aufgrund von potentieller Fremd- oder Eigengefährdung durch die pflegebedürftige Person

•  Stufe 7: sämtliche vier Extremitäten lassen sich nicht zielgerichtet bewegen / funktionell umsetzen bzw. gleichzuachtender Zustand

Staatliche Förderung der 24-Stunden-Betreuung

Für die staatliche Förderung der 24-Stunden-Betreuung daheim, die zusätzlich zum staatlichen Pflegegeld beantragt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

• Rund-um-die-Uhr-Betreuung nötig (vom Arzt bestätigt; ab Pflegestufe 5 keine Bestätigung mehr erforderlich)

• Pflegegeld ab Stufe 3 (in Niederösterreich bei nachgewiesener Demenz bereits ab Stufe 1)

• monatliches Nettoeinkommen unter € 2.500,- *(liegt das Einkommen oberhalb dieser Grenze, verringert sich die Förderung)

• Pflegekraft mit Ausbildung, die mind. jener einer Heimhilfe entspricht; oder mind. sechsmonatige Betreuung durch die Pflegekraft im Sinne des Hausbetreuungsgesetzes

• ärztlich verordnete medizinische Tätigkeiten oder von einer diplomierten Pflegeperson verordnete pflegerische Tätigkeiten

Jeweils für zwei Pflegekräfte gerechnet, liegt die staatliche Förderung bei unselbstständigen Betreuungskräften bei € 1.100,- *monatlich, bei selbstständigen bei € 550,- *im Monat. Förderungen und Zuschüsse können bundesländerspezifisch variieren, das entsprechende Ansuchen ist bei der jeweiligen Landesstelle des Sozialministeriumservices einzubringen.

Häufig reicht die staatliche Unterstützung nicht aus, um sämtliche Pflegekosten abzudecken. Eine private Pflegevorsorge hilft beim Schließen der „Pflegelücke". Berechnen Sie gleich Ihre eigene finanzielle Situation im Pflegefall sowie die Kosten einer für Sie maßgeschneiderten privaten Pflegevorsorge mit dem NÜRNBERGER Vorsorge-App!

*Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz; www.sozialministerium.at

 

 
 
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