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Das nicht zu verachtende Verletzungs- und Unfallrisiko in der Landwirtschaft kann zur Berufsunfähigkeit führen. Da der Berufsschutz erst ab dem vollendeten 60. Lebensjahr greift, gilt die Invalidität unter 60 Jahren nur bei entsprechend schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen, die auch keine Umschulung zulassen. Ab 60 Jahren greift der Berufsschutz. Wie bei anderen Berufsgruppen, gilt die Härtefallregelung auch bei Bäuerinnen und Bauern.
Erwerbsunfähigkeitsrisiko in der Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Berufe unterliegen oft großen körperlichen Belastungen über Jahre und Jahrzehnte. Das Risiko für Verletzungen und Unfälle, die zur Erwerbsunfähigkeit führen können, darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Zwar ging die Zahl der Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft von 1980 bis 2005 um 76 % zurück, zugleich nahm aber auch die Zahl der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeiten bei heute rund 1.080.000 Versicherungsnehmern der bäuerlichen Unfallversicherung  im Vergleichszeitraum um ca. 49 % ab* – Trends, die sich fortsetzen.  Trotz rückläufiger Zahlen darf die Gefahr der Berufsunfähigkeit in der Landwirtschaft auf keinen Fall unterschätzt werden.

Über die Berufsunfähigkeit in der Landwirtschaft

Das Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG) ist maßgeblich für die Regelung der Berufsunfähigkeit bei Bäuerinnen und Bauern. Wie auch bei anderen Berufen, gelten sie als erwerbsunfähig, wenn sie altersunabhängig keine selbstständige oder unselbstständige, regelmäßige oder unregelmäßige Berufstätigkeit aus gesundheitlichen Gründen und ohne Berufsschutz durchführen können. Der Berufsschutz in der Landwirtschaft wurde in den letzten Jahren sukzessive auf 60 Jahre angehoben. Ab diesem Alter greift die Erwerbsunfähigkeit ebenfalls, wenn die Erwerbstätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, unabhängig von eventuellen Umschulungsmöglichkeiten. Dafür muss diese Berufstätigkeit mindestens 120 Monate in den letzten 180 Monaten vor dem Pensionsstichtag ausgeübt worden sein.**

Härtefallregelung bei Bäuerinnen und Bauern

Die Härtefallregelung der Erwerbsunfähigkeit greift bei sämtlichen Berufsgruppen, auch in der Landwirtschaft. Eine entsprechend gesundheitlich beeinträchtige Person muss mindestens 50 Jahre alt und zumindest die letzten zwölf Monate direkt vor dem Stichtag arbeitslos gewesen sein. Bei 360 erworbenen Versicherungsmonaten, davon pflichtversicherte 240 Monate auf Grund einer Erwerbstätigkeit, können maximal Tätigkeiten mit geringstem Anforderungsprofil ausgeübt werden. Kann binnen einem Jahr kein entsprechender Arbeitsplatz in Nähe des Wohnsitzes erlangt werden, greift die Härtefallregelung; die Bäuerin / der Bauer gilt als invalide bzw. berufsunfähig. Zugleich besteht seit dem 1. Januar 2017 ein Rechtsanspruch auf berufliche Rehabilitation für Personen, die bereits sämtliche Invaliditätsvoraussetzungen erfüllen bzw. demnächst erfüllen werden und ihre berufliche Tätigkeit in einem entsprechenden gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum durchgeführt hatten.**

Unter Erfüllung entsprechender Voraussetzungen lt. BSVG sowie der gesetzlichen Härtefallregelung gilt die Berufsunfähigkeit in der Landwirtschaft wie auch in anderen Berufszweigen. Wie ist es eigentlich um Ihre Vorsorge bestellt? Verschaffen Sie sich eine Übersicht über das finanzielle Risiko im Fall der Erwerbsunfähigkeit mit der NÜRNBERGER Vorsorge-App  und holen Sie sich ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Versicherungspaket!

Quellen:
* www.svb.at (Statistisches Handbuch der Österreichischen Sozialversicherung)
**www.help.gv.at
Stand: 05/2017

 

 

 
 
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