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Selbständigkeit umfasst jene Tätigkeiten, die keiner Fremdbestimmung unterliegen. Bei Selbstständigen liegt Berufsunfähigkeit altersunabhängig vor, wenn der Gesundheitszustand die Ausübung jeglicher regelmäßigen Erwerbstätigkeiten verhindert. Ab dem vollendeten 50. Lebensjahr (bei Landwirten erst ab dem vollendeten 60. Lebensjahr) greift überdies der Berufsschutz, der einen Verbleib im aktuellen oder einem vergleichbaren Berufsfeld voraussetzt. Wie bei ArbeiterInnen und Angestellten gilt auch bei Selbstständigen die gesetzlich vorgeschriebene Härtefallregelung.
Was ist berufliche Selbstständigkeit?

Der Schlüsselbegriff für Selbstständigkeit ist Fremdbestimmung. Jene freiberuflich Tätige sowie mitarbeitende Unternehmer / Inhaber / Gesellschafts-Geschäftsführer, die hinsichtlich ihrer Tätigkeit keiner Fremdbestimmung unterliegen, werden als Selbstständige bezeichnet.  Grundsätzlich lässt sich zwischen vier Arten der Selbstständigkeit bzw. selbstständigen Erwerbstätigkeit unterscheiden:

• Gewerbliche Erwerbstätigkeit: Hierunter werden die Bereiche „reglementierte Gewerbe“, wie Gastgewerbe und Handwerk, sowie „freie Gewerbe“ (z.B. Handel) zusammengefasst.*
• Urproduktion: Bergbau, Jagd oder Land-/Forstwirtschaft sind Tätigkeiten der Gewinnung roher Naturerzeugnisse.*
• Freiberuflichkeit: WirtschaftstreuhänderInnen oder SteuerberaterInnen üben Ihre Tätigkeiten fachlich unabhängig und eigenverantwortlich aus.*
• Neue Selbstständigkeit: In diesen Bereich fallen sämtliche betrieblichen Tätigkeiten im Rahmen eines Werkvertrages, die keine Gewerbeberechtigung benötigen, wie Vortragende und AutorInnen.*

Wann liegt Berufsunfähigkeit bei Selbstständigen vor?

Wie auch bei anderen Berufsgruppen, wie Angestellten und Arbeitern, liegt Berufsunfähigkeit bei Selbstständigen auf jeden Fall dann vor, wenn ihr Gesundheitszustand kein Ausüben einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit – ob im eigenen, zuvor ausgeübten Beruf oder in anderen Berufsfeldern – zulässt.  Die Umorganisation der aktuellen betrieblichen Situation muss hingegen kein Grund für die Erwerbsunfähigkeit sein, sofern die nun ausübbare Tätigkeit aufgrund des bereits erwähnten Gesundheitszustandes sowie der Erfahrung und Ausbildung des/der Selbständigen zumutbar bleibt.  Kann der/die Selbstständige erfolgreich für eine neue Tätigkeit ausgebildet/umgeschult werden, liegt keine Berufsunfähigkeit vor.

Berufsschutz ab dem vollendeten 50. Lebensjahr

Während der Gesundheitszustand das maßgebliche Kriterium der Berufsunfähigkeit bei Selbstständigen unter 50 Jahren darstellt, greift der von anderen Arbeitsverhältnissen bekannte Berufsschutz erst mit Vollendung des 50. Lebensjahres . Ab diesem Alter gelten jene Selbstständige als erwerbsunfähig, deren persönliche Arbeitsleistung essentiell war, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, die jedoch aus gesundheitlichen Gründen keine vergleichbaren selbstständigen Erwerbstätigkeiten durchführen können wie jene, die sie in den vergangenen 60 Kalendermonaten ausgeübt hatten, und in zumindest 90 Pflichtversicherungsmonaten der letzten 15 Jahre einer selbstständigen oder Angestellten-Erwerbstätigkeit nachgegangen waren.

Berufsschutz ab dem vollendeten 60. Lebensjahr und Härtefallregelung

Selbstständige ab 60 Jahren sind außerdem dann erwerbsunfähig, wenn sie ihre aktuelle Tätigkeit, die sie in den letzten 180 Kalendermonaten vor dem Pensionsstichtag mindestens 120 Monate ausgeübt hatten, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Die Härtefallregelung der Berufsunfähigkeit bei Selbstständigen gleicht jener von ArbeiterInnen und Angestellten:

• Mindestalter 50 Jahre
• zumindest 1 Jahr arbeitslos vor dem Stichtag
• zumindest 360 durch Erwerbstätigkeit angesammelte Versicherungsmonate, davon 240 der Pflichtversicherung
• ausschließliche Eignung für Tätigkeiten mit geringstem Anforderungsprofil
• innerhalb eines Jahres kann kein Arbeitsplatz – unter Berücksichtigung gesundheitlicher Beeinträchtigung sowie in gegebener Entfernung vom aktuellen Wohnort – erlangt werden

Natürlich gilt die Berufsunfähigkeit auch bei Selbstständigen, wenn entsprechende Voraussetzungen bzw. Einschränkungen erfüllt werden. Sorgen Sie schon heute für morgen vor und legen Sie sich gemeinsam mit der NÜRNBERGER Ihren persönlichen Plan B zurecht – simulieren Sie den Ernstfall mit der NÜRNBERGER Vorsorge-App  und entscheiden Sie sich für Ihr ideales Vorsorgemodell!

*Quelle: www.help.gv.at
Stand: 04/2017

 

 

 
 
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