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Versicherung AG Österreich
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Selbstständige können gemäß GSVG eine Erwerbsunfähigkeitspension beantragen, wenn sie sämtliche gesundheitlichen Voraussetzungen hinsichtlich Schwere und Dauer sowie die entsprechenden, vom Alter abhängigen Versicherungszeiträume erfüllen. Beim Versicherungsträger muss zunächst ein Antrag auf Feststellung der Erwerbsunfähigkeit gestellt werden. Dabei wird geprüft, ob Erwerbsunfähigkeit voraussichtlich dauerhaft vorliegt. Wird diesem stattgegeben, kann ein Antrag auf Erwerbsunfähigkeitspension gestellt werden. Dieser Antrag dient vorrangig als Anspruch auf Leistungen der Rehabilitation inklusive Rehabilitationsgeld.
Wer kann erwerbsunfähig werden?

Die Erwerbsunfähigkeit kann freiberuflich tätige Personen sowie mitarbeitende Inhaber, Gesellschafts-Geschäftsführer und mitarbeitende Unternehmer betreffen, deren Tätigkeit keiner Fremdbestimmung unterliegt. Sie werden auch als Selbstständige bezeichnet . In diesen Bereich fallen unter anderem die Urproduktion (Land- und Forstwirtschaft, Bergbau), freiberufliche SteuerberaterInnen und WirtschaftstreuhänderInnen, sowie Tätigkeiten im Rahmen des freien Gewerbes oder der neuen Selbstständigkeit.  Um an eine Erwerbsunfähigkeitspension zu kommen, muss zunächst der entsprechende Anspruch auf selbige ermittelt werden. Dieser hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Art, Schwere und vermutliche Dauer der Krankheit (ärztliches Gutachten)
  • kurz- und langzeitige Auswirkungen auf die Erwerbs(un)fähigkeit des Antragsstellers
  • Alter des Antragsstellers
  • gegebene / (nicht) vermutete Dauerhaftigkeit der Erwerbsunfähigkeit
    Zumutbarkeit einer eventuellen beruflichen Rehabilitation

Abhängig davon, kann die Erwerbsunfähigkeitspension auch durch Umschulungs- oder Rehabilitationsgeld ersetzt werden. Das gilt für Personen, bei denen eine Erwerbsunfähigkeit für mindestens 6 Monate vorliegt.

Antragsvoraussetzungen lt. GSVG

Das gewerbliche Sozialversicherungsgesetz (GSVG) teilt den Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitspension in drei Altersgruppen auf:

  • Unter 50 sind jene Personen erwerbsunfähig, die aus gesundheitlichen Gründen keiner regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachgehen können, unabhängig von der reellen Chance auf Jobfindung.
  • Über 50 greift die Erwerbsunfähigkeit bei Personen, deren Arbeitsleistung zur Erhaltung des Betriebs essentiell war, die jedoch aus gesundheitlichen Gründen keinen selbstständigen Tätigkeiten mehr nachgehen können. Sie müssen innerhalb der letzten 15 Jahre zumindest 7,5 Pflichtversicherungsjahre (90 Monate) Erwerbstätigkeit nachweisen können.
  • Ab 60 greift der Berufsschutz bei Selbstständigen, die ihre Erwerbstätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erfüllen können. Dafür müssen sie besagte Tätigkeit in den letzten 15 Jahren zumindest 10 Jahre durchgehend ausgeübt haben.

Antrag auf Erwerbsunfähigkeitspension

Um Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitspension erheben zu können, muss ein Antrag beim zuständigen Pensionsversicherungsträger eingereicht werden. Dies kann zunächst ein formloses Schreiben sein, bevor das auf www.help.gv.at zu findende, ausgefüllte Formular (sowie ärztliche Gutachten, falls vorhanden) nachgereicht wird. Der Tag der Antragsstellung ist zugleich Pensionsstichtag und stets der Erste eines Monats. Normalerweise beginnt die Erwerbsunfähigkeitspension an jenem Stichtag, kann in bestimmten Fällen auch auf den Tag der Karenzierung / der Beendigung der Erwerbstätigkeit gelegt werden.

Häufig reicht die Erwerbsunfähigkeitspension allerdings nicht aus, um damit verbundene finanzielle Verluste abzudecken. Deswegen sollten Sie frühzeitig eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Berufsunfähigkeitsversicherung bei der NÜRNBERGER abschließen. Lassen Sie sich den Ernstfall von der NÜRNBERGER Vorsorge-App simulieren und treffen Sie uns zum Beratungsgespräch!

 

 
 
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