Tipps zum richtigen Umgang mit Weidevieh.

Sie sind groß, schwerfällig und gutmütig. Grasen genüsslich auf saftigen Almen, umrahmt von einer imposanten Bergkulisse. Ein idyllisches Bild für Wanderer! Aber sind Kühe wirklich derart friedliche Zeitgenossen oder trügt der Anschein? Schließlich hört man immer wieder von Kuhattacken auf Mensch und Hund. Aber was ist dran?

Grundsätzlich: Kühe sind keine aggressiven Tiere. Wenn sie angreifen, dann einzig und allein, um sich zu verteidigen. Ansonsten sind die gemächlichen Riesen durchaus friedvoll.

Wir haben ein paar Tipps, die beim Umgang mit dem Weidevieh zu beachten sind:

Ruhe bewahren

Hektische Bewegungen oder gar Schreie sind völlig unangebracht. Im Gegenteil. Seine Angst und Nervosität auf diese Art und Weise auszudrücken, kann die Herde aufscheuchen und ihr Gefahr signalisieren.

Abstand halten

Idealerweise geht man an einer Rinderherde seitlich am besten oberhalb mit reichlich Abstand vorbei. Mitten durch die Herde wandern sollte vermieden werden.

Vertrauen gewinnen

Manchmal ist es nicht möglich, das Fleckvieh weiträumig zu passieren, weil es der Weg nicht zulässt. Dann gilt es, das Vertrauen der Tiere zu gewinnen, in dem man ruhig auf sie einredet und sich dabei langsaman ihnen vorbei bewegt.

Besondere Vorsicht

Wenn man auf Rinderfamilien mit Kälbern trifft, ist besondere Vorsicht geboten. Den Kälbern keinesfalls zu nahe kommen oder gar streicheln, denn die Muttertiere werden versuchen, ihre Kleinen zu verteidigen.

Hunde an die Leine

Kühe sehen in Hunden oft eine Bedrohung. Vor allem wenn sie bellen und wild umher springen.
Also: Hunde an die Leine und am besten nah am Körper führen. Lautes Gebell ist unbedingt zu vermeiden!

Gefahr in Verzug

Sollte ein Angriff unvermeidbar sein, sich keinesfalls umdrehen und wegrennen. Stattdessen die Kühe nicht aus den Augen lassen und langsam den Rückzug antreten. In diesem Fall kann ein lautes Rufen die Tiere zum Umkehren bringen.

Fotocredit: gettyimages / Astrid860